Ingola Schmitz:Die Gemeinschaftsschule und der Niedergang der deutschen Wirtschaft. |
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Die Liberalen lehnen die von den Grünen angestrebte Gemeinschaftsschule ab. Sie plädieren für bessere Bildungschancen in einem gegliederten Schulsystem, in dem anstelle der Hauptschule neben der allgemeinbildenden Realschule eine berufsorientierte Realschule gegründet wird.
Kreis Düren. Die FDP im Kreis Düren lehnt die von den Grünen und dem Dürener Bundestagabgeordneten Oliver Krischer in jüngster Zeit propagierte Gemeinschaftsschule rundweg ab. Stattdessen sehen die Liberalen bessere Bildungschancen in einem gegliederten Schul-system mit geringfügigen, aber wirksamen Modifikationen, die sich vor allem auf Haupt- und Realschule beziehen. Es sei das Gebot der Stunde, erklärte die stellvertretende Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes, Ingola Schmitz, alle jungen Menschen so gut wie möglich auszu-bilden, zu fordern und zu fördern, damit sie selbst eine gesicherte Zukunft haben und die Wirtschaft des Landes mit qualifiziertem Nachwuchs am Leben erhalten werden kann.
In diesem Sinne appelliert der FDP-Kreisverband, man solle die Schulform Hauptschule schließen, gleichwohl dort erkennbare gute Ansätze aufgreifen und auf diesem Wege die spezifisch berufsorientierte Realschule als gebundene Ganztagsschule ins Leben rufen. Sie solle ebenso wie die allgemeinbildende Realschule zur Fachoberschulreife führen, sich aber durch eine Schwerpunktsetzung in der beruflichen Bildung (z. B. Umwelttechnik) und ihre Konzeption von der herkömmlichen Realschule unterscheiden. Die neue Schulform sei nicht als Konkurrenz zu verstehen, sondern müsse an die allgemeinbildenden Realschulen angebunden werden.
Krischers zuletzt öffentlich geäußerte Argumentation und sein Hinweis, bestehende Gesamt-schulen müssten Schüler scharenweise abweisen, ist für die stellvertretende FDP-Vorsitzende nicht schlüssig. Der Grünen-Abgeordnete verschweige ganz offensichtlich, dass es sich bei den abgewiesenen Schülern vor allem um Schüler mit Hauptschulempfehlung handele.
Ingola Schmitz verweist schließlich auf den Rückzieher der NRW-Ministerpräsidentin in Sachen Gemeinschaftsschule; sie habe ihre Schulministerin nach massivem Widerstand von Schülern, Lehrern und Verbänden "zurückgepfiffen". Das verwundert die FDP kaum. Schließ-lich besitze man im Land seit Jahrzehnten Erfahrungen mit einer "Schule für alle". Die "durchschlagende Erfolglosigkeit deutscher Gesamtschulen" sieht Ingola Schmitz durch einschlägige Studien ausreichend dokumentiert. Diese Wertung beziehe sich nicht nur auf schulische Leistungen, sondern erstrecke sich ebenso auf den Erwerb sozialer Kompetenzen. Viele Betriebe klagten laut aktuellen Presseveröffentlichungen, dass Berufsanfänger schon an elementaren Aufgaben scheiterten. Es hapere an Schlüsselqualifikationen wie Disziplin, Teamfähigkeit und Pünktlichkeit. Angesichts sinkender Schülerzahlen werde es zunehmend schwierig, alle verfügbaren Stellen mit qualifizierten Kandidaten zu besetzen. Der Fachkräftemangel, davon ist die FDP im Kreis Düren überzeugt, sei nicht allein mit der demografischen Entwicklung zu begründen, sondern werde auch durch die von Rot-Grün zu verantwortende Verelendung der noch vor Jahren gut funktionierenden Hauptschulen und die Einrichtung von Gesamtschulen verursacht.
Die FDP-Vize ist davon überzeugt, dass im gegliederten Schulsystem Gymnasien, Realschulen und Berufskollegs hervorragende Arbeit leisten. Nun gelte es, die seinerzeit von der Hauptschule geleistete gute berufsorientierte Basisbildung aufzugreifen. Diese Ansätze müsse man in einer neu konzipierten Realschule nutzen, um den Kindern mit ihren Potentialen wie auch der deutschen Wirtschaft Rechnung zu tragen.
Quelle: fdp-dueren.de
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